FSFE Fellowship Vienna

Reports from the fellowship group in Vienna

Redlichkeit am Computer

September 3rd, 2016

Ich stoße immer wieder auf Leute, die belächeln, dass ich mich für Freie Software einsetze. Sie halten mein Engagement für unangebracht weil die Auswahl von Software aus ihrer Sicht eine reine Privatfrage ist. Wieso sollte es andere etwas angehen, welche Software sie persönlich benutzen, so lange sie keine Gesetze dabei brechen? Wieso verspüre ich überhaupt einen Antrieb ihnen ihren hübschen neuen Mac schlecht zu reden? Es schadet doch anscheinend niemandem wenn sie sich diesen harmlosen Luxus eines polierten Systems leisten, damit sie sich im Alltag nicht mit Dingen beschäftigen müssen, die ihnen lästig sind.

Das wirkt leider nur sehr oberflächlich betrachtet einleuchtend. Bloß weil unsere Handlungen vielleicht oft keine direkt sichtbaren Effekte haben, können wir noch nicht davon ausgehen, dass sie tatsächlich keine relevanten Folgen für andere haben. Rassistische Äußerungen, verändern beispielsweise auch erst mal nichts direkt. Aber sie unterstützten eine Dynamik, die problematische Auswirkungen hat und bestärkt jene, die andere auf Grund von sachlich irrelevanten Merkmalen verschieden behandeln. Respektlose Umgangsformen fördern Diskriminierung.

Ob wir uns für proprietäre oder Freie Software entscheiden, hat im Gegensatz dazu sogar direkt weitreichende gesellschaftliche Folgen. Persönliche Vorlieben sind sicher bei der Wahl von konkreten Alternativen mit den selben Grundvoraussetzungen bestimmend, aber eben nicht bei der Frage ob es proprietäre oder Freie Software sein soll, denn diese Wahl bestimmt nämlich noch deutlich mehr als nur unsere persönlichen Routinen.

Nur die Softwarewahl einer komplett isoliert arbeitenden Person wäre für andere bedeutungslos. Weil wir mit anderen interagieren, machen wir unsere Behinderungen durch proprietäre Produkte zu Einschränkungen der gesamten mit uns verbundenen Gemeinschaft. Beschränkungen behindern alle mit einander interagierenden Menschen. Da sich Gruppen auf gemeinsame Standards einigen müssen, um ihre Zusammenarbeit praktisch realisieren können, limitieren die Systeme mit den größten Einschränkungen die gemeinsam nutzbare Basis. Eine Kette ist eben nur so stark, wie ihr schwächstes Glied.

Selbst wenn in einer Gruppe nur eine einzige Person ein nicht offenes Dateiformat verwendet, müssen auch alle anderen auf das damit verbundene proprietäre Programm wechseln. Diesen Umstand nutzt proprietäre Software aus. Die einzige Begründung jemals ein geheimes Dateiformat zu nutzen liegt in der Absicht, dass Dateien ausschließlich mit dem damit verbundenen Programm bearbeitbar sein sollen. Wenn das eigene Programm das einzige ist, dass die erstellten Dateien interpretieren kann, dann ist das eine eingebaute Garantie, dass niemand auf Alternativen ausweichen kann, sobald irgendeine Person in einer Gruppe das jeweilige Format bzw. Programm benutzt hat. Wenn also nicht alle das spezifische proprietäre Programm verwenden, ist eine effektive Zusammenarbeit unmöglich.

Leider wissen die meisten Leute nicht genug über Computer um überhaupt zwischen freien und geschlossenen Dateiformaten (und Protokollen) unterscheiden zu können, denn in der Regel können proprietäre Programme auch offene Standards lesen und schreiben während es freien Programmen rechtlich verboten ist und auch technisch gezielt schwer gemacht wird, die geheimen proprietären Formate zu interpretieren. Damit bieten proprietäre Programme auf den ersten Blick zwar mehr Möglichkeiten, aber diese größere Auswahl proprietärer Programme ist lediglich eine Scheinwahl, denn sie bietet unterm Strich nicht mehr sinnvolle Lösungen als vergleichbare freie Alternativen. Unfreie Programme bieten nur neben vernünftigen Optionen als Vorauswahl noch Fallen, die uns im Dienste einer unlauteren Bereicherung der anbietenden Unternehmen gegenseitig behindern. Die offenen Dateiformate sind in proprietären Programmen absichtlich nicht voreingestellt. Wir müssen sie beim Speichern erst explizit auswählen, wenn wir andere nicht sinnlos beschränken wollen.
Für uns gibt es jedenfalls keinen vernünftigen Grund überhaupt jemals ein geheimes Dateiformat zu verwenden, wenn auch offene Alternativen verfügbar sind. Wer nicht achtsam ist, erstellt in proprietären Programmen allerdings automatisch unfreie Dateien. Wenn es uns nicht gezielt darum geht anderen über von uns erstellte Dateien das Leben schwer zu machen, gibt es keine vernünftigen Gründe Dateien in proprietären Formaten anzulegen. Im besten Fall ist es sinnlos (und umständlich) proprietäre Programme einzusetzen um damit offene Dateien zu erstellen. Meistens ist es aber leider sogar schädlich weil eben die behindernden Formate darin automatisch verwendet werden. Das bringt die meisten Menschen dazu unbewusst unfreie Dateien zu erzeugen – bloß weil sie sich nicht mehr als unbedingt nötig mit Computern befassen wollen.

Eines der Hauptprobleme ist diesbezüglich, dass derzeit die großen Softwareschmieden die Unternehmen, die Hardware verkaufen, vertraglich exklusiv binden. Es ist nur unter Mühen möglich funktionstüchtig vorkonfigurierte Systeme mit Freier Software zu kaufen. Weil die meisten Menschen durchschnittliche Anforderungen haben und sich nicht mit der Administration ihrer Werkzeuge befassen wollen, verwenden fast alle die vorinstallierten unfreien Systeme. Selbst wenn sie damit nicht weniger Schwierigkeiten als mit alternativen Systemen haben, können sie so zumindest vielleicht lange genug der unliebsamen Wartung ihrer Computer entgehen, bis sie sich einen Ersatz besorgen. Die meisten Menschen arbeiten ohnehin mit viel zu teurer Hardware, deren Kapazität weit über ihrem Anforderungsprofil liegt. Einerseits weil sie von Anfang an viel zu mächtige Hardware kaufen und andererseits weil sie einwandfreie Hardware viel zu schnell ersetzen bloß weil die vorinstallierte Software bald Probleme bereitet und sie lieber gleich ein neues Gerät kaufen als ihre bisherige Ausstattung in Ordnung bringen zu lassen.

Es ist jedenfalls eine ziemlich wahnwitzige Idee ein nur eingeschränkt funktionierendes proprietäres Programm zu kaufen (oder zu leasen) obwohl es für die selben Aufgaben auch freie Alternativen gibt, die gar keine solchen Beschränkungen haben können.

Die meisten unter uns sind es gewöhnt Aufpreise für Funktionen zu bezahlen, die technisch sowieso gegeben wären, wenn die jeweiligen Unternehmen sie nicht aktiv beschränkt hätten, damit sie über eine Freigabe zusätzliche Einnahmen erzielen können. Darüber hinaus ist es asozial ein System mit zu tragen, das Möglichkeiten von der jeweiligen Kaufkraft abhängig macht.

Manche Firmen treiben das Spiel mit Beschränkungen und Gebühren in den letzten Jahren immer weiter. Teilweise nimmt das derart absurde Ausmaße an, dass sogar eingefleischte Fans der Produkte dieser Firmen das Spiel satt haben und beginnen Alternativen einzusetzen. Sie fühlen sich – zu Recht – ausgenutzt. Tragisch, dass beispielsweise Apple in den letzten Jahren trotz einer derartigen Politik Marktanteile dazu gewinnen konnte. Besonders befremdlich ist der Umschwung zu Apple vor allem in Kreisen, die sich sozial engagieren. Das Thema Softwareethik ist offensichtlich nicht bis zu ihnen durchgedrungen. Werbebudgets und hübsche Verpackungen kommen bei großteils unkundigen Leuten besser an als echte funktionale Vorteile. Aber das ist in einer Gesellschaft, in der Konsum und wirtschaftlicher Erfolg wichtiger als partizipative Ermächtigung und Gerechtigkeit sind, auch nicht erstaunlich.

Ein (vielleicht hübsches) Werkzeug, das uns gezielt behindert, ist kein brauchbarer Ersatz für ein funktionales Werkzeug, das uns alle technisch machbaren Handlungsoptionen gibt. Menschen, die sich mit Technik befassen, unterschätzen oft wie sehr die meisten Leute vor technischen Hürden zurück schrecken. Weil die Vorstellung ein System verstehen und in Ordnung bringen zu müssen, so abstoßend ist, sind viele bereit selbst die wahnwitzigsten Bedingungen zu akzeptieren, bloß um sich nicht näher mit Computern befassen zu müssen. Alles, was verspricht wartungsfrei einfach zu funktionieren, ist attraktiver als alles, was irgendeinen persönlichen Einsatz erfordert. Ganz egal wie verrückt die damit verknüpften Bedingungen und Kosten auch sein mögen.

Ich arbeite seit vielen Jahren zu Testzwecken immer wieder mit allen drei großen Plattformen und deswegen kann ich aus Erfahrung sagen, dass alle Ärgernisse verursachen. Die wesentlichen Behinderungen bei Microsoft und Apple sind aber Absicht. Deswegen besteht keine Hoffnung, dass sie jeweils behoben werden. Sie sind Teil des Grundkonzepts und werden sogar größer.

Bei Freier Software resultieren die häufigsten Probleme aus dem Umstand, dass Firmen sie ignorieren oder sogar gezielt behindern. Aber je mehr Menschen Freie Software einsetzen, umso reibungsloser funktioniert sie im Alltag. Bei den proprietären Programmen ist es genau umgekehrt: Je mehr sie benutzen, umso lückenloser können ihre Einschränkungen erzwungen werden. Wenn ein unfreies Produkt volle Marktdurchdringung hat, dann kann es uns trotz der Einforderung von grotesken Gebühren beliebig beschränken. Dann kann sich nämlich niemand mehr dem Monopol entziehen.

Geschlossene Formate zwingen zur Profitmaximierung Leuten die Nutzung bestimmter, absichtlich und unnötig beschränkter Programme auf. Das stört unser Ziel mit möglichst praktischen technischen Lösungen unser Leben zu erleichtern. Wenn wir die Optimierung von Software als Dienstleistung betrachten und Programme nicht als verkäufliche Produkte akzeptieren, können überall die besten Lösungen eingesetzt werden und wir können sie unsern jeweiligen Anforderungen beliebig anpassen (lassen).

Wir steigen wesentlich besser aus wenn wir kundige Leute für die Entwicklung neuer Funktionen bezahlen als wenn wir endlose Lizenzgebühren an Instanzen entrichten, denen unsere Anforderungen egal sind und die als einziges Ziel ihre Profitmaximierung verfolgen.

Es ist destruktiv eine Vorgehensweise zu unterstützen, die davon abhängt bestehende Lösungen zurückzuhalten. Wir sollten unsere Energie stattdessen in Projekte investieren, für die es noch keine Lösungen gibt.

Alle Softwareangebote, die nicht frei geteilt und weiterentwickelt werden können, sind aus meiner Sicht daher eine inakzeptable gesellschaftliche Behinderung, die wir nicht annehmen dürfen, wenn wir in einer fairen, konstruktiven Gemeinschaft leben wollen.

Alle, die proprietäre Software einsetzen, schaden der Allgemeinheit indem sie dazu beitragen, dass unser Gemeinwohl auch weiterhin absichtlich einem rücksichtslosen Profitstreben geopfert wird.

Gesunde Computernutzung ist möglich

March 31st, 2016

Zahllose täglich lange Zeit am Computer arbeitende Menschen leiden unter den Folgen des vielen nahezu unbewegten Sitzens. Dabei gibt es schon lange keine technische Notwendigkeit mehr Computer nur über Maus und Tastatur oder Touchscreens zu bedienen.

Es existieren bereits Schnittstellen, die anhand von Kameras und spezifischer Software Gesten und sogar Mimik interpretieren können. Bekannt sind aber bisher nur rudimentäre Formen dieser Möglichkeiten über Spielkonsolen wie der Kinect geworden. Einzelne Versuche Technologien einzuführen sind kaum bekannt und zielen nicht auf eine Lösung des Bewegungsmangels in unserer Gesellschaft ab. Die Leap Motion ist ein nettes Spielzeug, das aber in seinem kleinen angepeilten Anwendungsgebiet noch kaum überzeugen kann. Und Motix versucht nicht mal ansatzweise ohne Tastatur – also ohne Schreibtisch – auszukommen.

Wie eine zumindest gestenbasierte Bedienung von Computern aussehen könnte, zeigt der Film Minority Report, wo der Hauptdarsteller auf diese Weise Videosequenzen analysiert. Auch eine wissenschaftliche Arbeit vom Institut für Visualisierung und Interaktive Systeme der Universität Stuttgart nimmt auf diesen Film Bezug und der verfasser Nico Ploner untersucht darin die Möglichkeit einer Gestensteuerung für Powerwall-basierte Visualisierungen.

Dem entsprechend ist eigentlich kaum zu rechtfertigen, dass so viele Menschen weiterhin unter Bewegungsmangel leiden, bloß weil sie bei ihrer Arbeit täglich viele Stunden lang Computer nutzen müssen.

Der aktuelle Standard

Dabei ist die traditionelle Bedienung von Computern über Maus und Tastatur kein naheliegendes Konzept, dass uns Menschen grundsätzlich intuitiv erscheinen würde. Allein schon die Steuerung eines Mauspfeils erfordert viel Übung weil wir dazu erst lernen müssen die Wirkung unserer Bewegungen an einer anderen Stelle zu erwarten als wir sie durchführen. Wir alle haben anfangs nur langsam und hoch konzentriert tippen können. Erst durch die viele Übung haben wir den Eindruck gewonnen, dass diese Art der Textbearbeitung selbstverständlich und hochgradig effizient ist.

Wir erledigen an Comptern mittlerweile zweifellos wesentlich mehr als nur die Bearbeitung von Texten. Jenseits von Textverarbeitung erleben wir unsere konventionellen Schnittstellen allerdings nur selten als optimal. Zum Zeichnen und Malen verwenden wir lieber Stifte und für viele andere Aktivitäten erscheinen Maus und Tatsatur ohnehin wie ein enger Käfig. Stellen wir uns einmal elektronisches Musizieren und die Gestaltung von dreidimensionalen Umgebungen über sinnvolle Gesten vor! Welche Erleichterung haben beispielsweise Touchscreens gebracht, wenn es um das Skalieren von Bildschirmdarstellungen geht? Heutzutage erscheint seltsam, dass noch irgendwo Schaltflächen für diese offensichtlich mit einer Geste viel besser steuerbare Funktion gebraucht werden.

Unsere Physionomie erlaubt uns grundsätzlich wesentlich vielfältigere Bewegungsabläufe als nur die rasche und präzise Bewegung unserer Finger. Leider wird dieses Potenzial von Computerschnittstellen bisher nicht genutzt. Mit dem Wachstum des Anteils jener Zeit, in der wier Computer nutzen, verkümmert unsere angeborene Bewegichkeit. Das ist nicht nur eine bedauerliche Verschwendung, sondern der chronische Mangel an Bewegung macht uns auf Dauer Krank und verursacht sehr vielen Menschen chronische Schmerzen, die nur ein Teil der Betroffenen wieder überwinden kann.

Angesichts dieses volkswirtschaftlich höchst relevanten Faktors, der die Krankenkassen stark belastet, ist es daher sehr erstaunlich, dass es mir bisher bei meiner Recherche nicht gelungen ist konkrete Projekte zu finden, die sich mit dieser Thematik befassen.

Wo ist die Expertise?

Es gibt bereits seit vielen Jahren Forschung im Bereich der computerisierten Erkennung von Gestik und Mimik. Doch wird dies bisher nicht in Kontext mit einer generellen Computernutzung gesetzt. Vor allem fehlt es an einem Ansatz eine sinnvolle und effiziente Steuerung eines Betriebssystems jenseits von Zeigegeräten oder akkustischer Spracherkennung. (Spracherkennung ist zweifellos ein spannendes Feld. Allerdings hat akkustische Sprache den großen Nachteil, dass sie schnell Lärm erzeugt, wenn sie wiele Menschen auf engem Raum praktizieren und dass sie in vielen Aspekten eher umständlich ist. Bewegungen einigermaßen genau zu beschreiben, ist beispielsweise wesentlich mühsamer, als sie einfach auszuführen.)

Es gibt auch bereits die Möglichkeit über ein Monitoring unserer Augenbewegungen einen Cursor zu steuern.

Es mangelt nicht an technischen Möglichkeiten

Aus den mir bekannten technischen Möglichkeiten schließe ich, dass eine Bewegungsbedienung von Allzweckcomputern derzeit nicht an den technischen Möglichkeiten scheitert. Es fehlt viel mehr an Leuten die das gesellschaftliche Problem des allgemeinen Bewegungsmangels auf diese Weise anpacken.

Die größete Herausforderung in diesem Kontext scheint mir die Entwicklung einer internationalen, einigermaßen intuitiven “Bewegungssprache” zu sein, die möglichst leicht von Computern interpretiert werden kann und die die physionomischen Möglichkeiten unseres Bewegunsapparates ebenso berücksichtigt wie fördert und vielleicht sogar erhöht.

Gebärdensprache scheint auf den ersten Bilck eine naheliegende Grundlage für die Erfüllung der Anforderungen zu sein. Allerdings ist die Gebärdensprache für eine wirkliche Nutzung unseres Bewegungsapparates zu beschränkt. Sie nutzt immerhin nur Handbewegungen und Mimik. Für die Erfüllung der angepeilten gesundheitlichen Wirkung der Bewegungsbedienung müssen wir unseren gesamten Körper einbringen. Abgesehen davon gibt es leider nicht eine internationale Gebärdensprache, sondern viele verschiedene, die nicht mit einander kompatibel sind.

Das Ziel

Meine Vision ist ein Amt in dem Menschen zumindest teilweise turnen bzw. tanzen, anstatt permanent zu sitzen.

Damit eine Bewegungssteuerung im Alltag wirklich nützlich ist und Fuß fassen kann, muss sie ein offener Standard sein, der nicht von unerschwinglicher Hard- und Software abhängt.

Freilich müssen Individuen eine neu entwickelte Bewegunssteuerung erst erlernen, aber angesichts der gesundheitlichen Probleme, mit denen wir im Moment konfrontiert sind, lohnt sich der Aufwand garantiert sehr rasch.

Liste zu berücksichtigender Gedanken:

  • Die Basisbewegungungen sollten nicht zu schwer durchzuführen sein, damit auch weniger agile Menschen leicht mit Computern interagieren können.
  • Es ist wichtig einen möglichst vielfältigen Bewegungsablauf in der praktischen Arbeit zu kreieren. Einseitige Belastungen durch monotone Tätigkeiten sollen vermieden werden.
  • Zumindest die Grundlagen sollten möglichst intuitiv sein.
  • Die Steuerung soll nicht sprachabhängig sein. Die Bewegungssteuerung muss sprachneutral, also international funktionieren.
  • Es soll möglich sein neue “Befehle/Shortcuts” durch neue “Figuren” oder spezifische Bewegungsabläufe anzulegen.
  • Es ist wichtig flüssige Bewegungen zwischen verschiedenen Positionen machen zu können. Diese dürfen auch keine unabsichtlichen Befehle auslösen.
  • Das Grundkonzept von Steno könnte die Notwendigkeit zum Buchstabieren weitgehend unnötig machen.

Für das Projekt benötigte Expertisen:

  • Mensch (Physionomie, Sport, Tanz, Lernkonzepte)
  • Computer (Sensorik, Programmierung, Usability)
  • Sprache (Sprachaufbau, adaptionsfreudig und trotzdem leicht nachvollziehbar!)

Ich freue mich über Hinweise zu Menschen und Projekten, die sich ebenfalls mit dieser Thematik befassen.

Verhindert Totalüberwachung!

January 14th, 2016

Gregor mans the information desk

Es ist leider nicht neu, dass laufend versucht wird, Bürgerrechte abzubauen und der Polizei erweiterte Ermittlungsbefugnisse einzuräumen. Üblicher Weise versuchen unsere politischen Vertretis das möglichst ohne große öffentliche Aufmerksamkeit durchzuziehen. Deswegen bin ich der Datenschutzorganisation AKVorrat sehr dankbar, dass sie aufmerksam war und das geplante Staatsschutzgesetz ans Licht der Öffentlichkeit gezerrt hat.

Dieses Gesetz soll dem BVT umfassende neue Befugnisse einräumen. Das ist jene Institution, die auch bereits den Tierschutzprozess verursacht hat, indem sie Gesetze gebrochen und Gerichte gezielt fehlinformiert hat. Im Wesentlichen soll diese Institution nun zu einem Geheimdienst ausgebaut werden, der komplett losgelöst ohne richterliche oder staatsanwaltliche Genehmigung alle Personen überwachen kann, da die Einschränkungen so vage gehalten sind, dass sie praktisch bedeutungslos sind. Noch nicht mal im Nachhinein soll irgendjemand zuverlässig über die Aktivitäten dieser Institution informiert werden. Ihnen soll das Recht eingeräumt werden selbst alle Schweigepflichten zu übergehen, seien sie nun medizinisch, finanziell oder religiös. Was während dem Tierschutzprozess illegal betrieben wurde, soll nicht etwa abgestellt werden, sondern es soll nun erlaubt werden. Es ist klar, dass eine komplett intransparent im Geheimen agierende Institution, die beliebig Daten sammeln darf, eine große Versuchung darstellt missbraucht zu werden. In Anbetracht immer wieder aufgedeckter Skandale, müssten wir schon sehr naiv sein, um anzunehmen, dass dieser Missbrauch nicht auch umfangreich geschehen wird.

Schon vor Monaten habe ich die dazu gehörige Petition unterstützt und auch aktiv andere Menschen dazu aufgefordert, ebenfalls mitzumachen.

Weil bis Ende Jänner 2016 die Einführung dieses Gesetzes geplant ist, habe ich vor zwei Tagen die Gelegenheit genutzt Abgeordnete diesbezüglich möglichst bequem kontaktieren zu können, die der AKVorrat dankenswerter Weise zu dem Zweck eingerichtet hat.

Eine erste Erfahrung

Wie erwartet haben nur wenige geantwortet. Und bis auf eine Person waren es nur jene, die sich sowieso bereits öffentlich gegen dieses Gesetz ausgesprochen haben.

Diese eine Person hat mich allerdings wirklich veblüfft, weil sie im Brustton der Überzeugung, und offenbar ohne jeden Anflug von Scham, völlig unzutreffende Behauptungen von sich gab. Selbst wenn ich sie auf Widersprüche und Unsinnigkeiten hingewiesen habe, entzog sie sich mit rethorischen Tricks, anstatt darauf einzugehen. Entweder sie wollte mich damit gezielt verunsichern, oder aber sie glaubt diesen in sich widersprüchlichen Unsinn tatsächlich. In beiden Fällen bin ich schockiert eine solche Person im Nationalrat vorzufinden.

Weil vorher nicht klar war, dass ich diese Konversation veröffentlichen werde, habe ich aus Datenschutzgründen den Namen der Person anonymisiert. Um aufzeigen zu können, worauf andere engagierte Menschen gefasst sein müssen, ist es auch nicht nötig die Identität dieser Person im Vorfeld zu kennen.

Im Nachhinein betrachtet, wäre ich gerne sachlicher bzw. höflicher geblieben. Leider haben mich die Aussagen derart empört, dass ich mich zu wertenden Kommentaren und Formulierungen verführen ließ. Das hat es der Person dann leider auch leicht gemacht, die Konversation einseitig abzubrechen.

Die E-Mail-Koversation

On Mon, 2016-01-10 at 11:21, Franz Gratzer wrote:
Betreff: Bitte stimmen Sie gegen das neue Staatsschutzgesetz!

Sehr geehrte Person X!

Eine Institution, die im Verborgenen und ohne jede unabhängige Kontrolle bliebig BürgerInnen überwachen kann, ist mit einer Demokratie völlig unvereinbar.

Bitte stimmen Sie im Parlament klar gegen dieses Staatsschutzgesetz!

Mit freundlichen Grüßen
Franz Gratzer

On Mon, 2016-01-11 at 10:37, X wrote:

Ich bin da vollkommen anderer Meinung: das Staatsschutzgesetz bringt mehr Rechtsstaatlichkeit! Und es schützt Österreich vor terroristischen Angriffen!
LG X

On Mon, 2016-01-11 at 12:21, Franz Gratzer wrote:

Das müsen Sie mir erklären, Person X.

Wie kann unkontrollierbare Überwachung mehr Sicherheit und Rechtsstaatlichkeit bringen? Das widerspricht jeder praktsichen Vernunft.

Wer kontrolliert jene, die sich über alle Menschenrechte hinwegsetzen können, indem sie niemandem Rechenschaft pflichtig sind und trotzdem alle Möglichkeiten haben?

Meiner Kenntnis nach gibt es international gar keine Hinweise dafür, dass Ihre Behauptung in Bezug auf den Schutz vor Terror zutrifft. Auch ist das völlig klar weil die Überwachung ja nur dabei helfen kann im Nachhinein möglicher Weise TäterInnen zu finden. Und auch das scheint bisher nicht zu klappen, wie viele Beispiele zeigen.

Die Opfer für die Zivilgesellschaft sind aber massiv und längst nicht so ungewiss.

Wie stellen Sie sich demokratische Prozesse vor, wenn alle Angst haben müssen, von der momentanen Elite völlig durchleuchtet zu werden und wenn völlig unklar ist, wer die gewonnenen Erkenntnisse wie verwenden kann?

Erschreckend, dass Sie mit solch einer Ansicht im Parlament sitzen könnnen.

Mit schockierten Grüßen,
Franz Gratzer

On Mon, 2016-01-11 at 11:28, X wrote:

Für mich ist erschreckend, dass sie zu solchen Schlussfolgerungen kommen, obwohl dies unsere Verfassung gar nicht zulässt. Daher: könnte es vielleicht sein, dass Sie ihre Meinung von jemand abgeschrieben haben, dem es nicht um Seriosität sondern um Stimmungsmache gegen die Demokratie in Österreich und in Europa ging?

LG X

On Mon, 2016-01-11 at 23:21Franz Gratzer wrote:

Sehr geehrte Person X!

“Für mich ist erschreckend, dass sie zu solchen Schlussfolgerungen kommen, obwohl dies unsere Verfassung gar nicht zulässt.”

Das ist leider ein schwaches Argument. Es wurden schon viele Unsinnigkeiten beschlossen, die später als verfassungswidrig wieder verworfen wurden. Und natürlich passiert das nur unter geeigneten Umständen.

Meinen Sie ernsthaft, dass eine Person in der selben Institution eine unabhängige richterliche Kontrolle ersetzen kann?

Und wollen Sie ernsthaft behaupten, dass diverse juristische ExpertInnen das alles bloß missverstehen und dem entsprechend unangemessene Kritik deponieren?

Mit freundlichen Grüßen
Franz Gratzer

On Tue, 2016-01-12 at 09:38, X wrote:

Ja, sie liegen hier leider vollkommen falsch! Die richterliche Kontrolle ist immer im Nachhinein. Wenn wir die im Vorhinein machen, wer kontrolliert dann danach??? So ist das Strafrecht seit Jahrzehnten aufgebaut und funktioniert perfekt! Und im Vorhinein werden die Massnahmen von einem rechtsschutzbeauftragten kontrolliert bzw. genehmigt dessen Bestellmodus eine noch viel höhere Kompetenz und Unabhängigkeit sichert als die eines Richters!!!
Nutze beschäftigen sie sich genau mit dem österreichischen Rechtssystem und übernehmen Sie bitte nicht Positionen die nur zur Destabilisierung Österreichs und der europäischen Union eingenommen wurden!!!

LG X
Von meinem iPhone gesendet

On Tue, 2016-01-12 at 12:34, Franz Gratzer wrote:

Werte Person X,

“Die richterliche Kontrolle ist immer im Nachhinein.”

Ist es möglich, dass Sie tatsächlich so ahnungslos sind, wie das ihre Zeilen nahe legen oder verbreiten Sie absichtlich gezielte Fehlinformationen um Menschen zu verunsichern, die besorgt den verheerenden Entwurf zum Staatsschutzgesetz kritisieren?

Ich kenne Maßnahmen, die Grundrechte von BürgerInnen verletzten, die in Österreich in der Praxis nur stattfinden dürfen, nachdem unabhängige RichterInnen das genehmigt haben. (Es mag Ausnahmen bei Gefahr in Verzug geben, aber was Sie behaupten, ist allgemein schlicht Unsinn.)

“Wenn wir die im Vorhinein machen, wer kontrolliert dann danach??? So ist das Strafrecht seit Jahrzehnten aufgebaut und funktioniert perfekt!”

In welcher Scheinwelt leben Sie eigentlich? Was funktioniert perfekt? Trotz richterlicher Genehmigungspflicht treffen RichterInnen immer wieder völlig verrückte Entscheidungen, die dann aber wenigstens klar dokumentiert sind und so wenigstens im Nachhinein angefochten werden können.

Im Entwurf für das Staatsschutzgesetz soll der Rechtsschutzbeauftragte noch nicht mal zwingend konsultiert werden, sondern lediglich wenn die ÜberwachungsbeamtInnen, das für angebracht halten. Es ist für die entsprechenden BeamtInnen dann also ein Leichtes ihre Aktivitäten komplett geheim zu halten – also auch gegenüber der Prüfungsinstanz.

“Und im Vorhinein werden die Massnahmen von einem rechtsschutzbeauftragten kontrolliert bzw. genehmigt dessen Bestellmodus eine noch viel höhere Kompetenz und Unabhängigkeit sichert als die eines Richters!!!”

Unglaublich, was Sie da von sich geben. Wenn eine Istitution (in konkreten Fall das Innenministerium) zwei Personen anstellt, von denen eine die andere kontrollieren soll, dann erdreisten Sie sich wirklich zu behaupten, dass diese Konstellation mehr Unbabhängigkeit gewährleisten würde als wenn eine im Vorfeld unklare Person einer komplett unabhängigen Institution mit ganz anderen Interessen diese Kontrolle übernimmt?

“beschäftigen sie sich genau mit dem österreichischen Rechtssystem und übernehmen Sie bitte nicht Positionen die nur zur Destabilisierung Österreichs und der europäischen Union eingenommen wurden!!!”

Bitte beherzigen Sie Ihre eigene Empfehlung! Der Unsinn, den Sie mit unzähligen Rufzeichen flankiert von sich geben, spottet ja jeder Beschreibung.

Die Stellungnahme der in Ihren Augen anscheinend “destabilisierenden” RichterInnenvereinigung hilft vielleicht dabei:

http://tinyurl.com/j2tqkdo

Fassungslos,
Franz Gratzer

On Tue, 2016-01-12 at 13:30, X wrote:

Sorry, aber sie sollten sich wirklich besser informieren… Die Auswahl des Rechtsschutzbeauftragten erfolgt nicht durch das Bmi. Bitte erkundigen sie sich!!
Und zur richterlichen Kontrolle: es ist so wie ich sage mit einer einzigen Ausnahme und diese widerspricht der Rechtssystematik!
LG X

On Tue, 2016-01-12 at 15:24, Franz Gratzer wrote:

Person X,

Sie ignorieren die wesentlichen Fragen und weichen ständig auf unwichtige Details aus. Soll es mehrere Rechtsschutzbeauftragte geben, die einem anderen Ministerium unterstellt sind als die ermittelnden Beamten? (Wenn ja: Wo steht das?) Und werden diese Rechtsschutzbeauftragten zufällig ausgewählt oder soll es Personen geben, die fix bestimmten Bereichen zugeordnet sind?

Wenn Ihrer Meinung nach nur in eine einzige Ausnahme eine vorherige richterliche Kontrolle bei Eingriffen in die Privatssphäre von BürgerInnen vorsieht, dann scheint fast alles in der Praxis Relevante unter diese Ausnahmeregelung zu fallen.

Die Notwendigkeit audiovisuelle Überwachungsmaßnahmen gegen bestimmte Personen vorher richterlich absegnen zu lassen und die Verhängung von Untersuchungshaften sind also Ihrer Logik nach die selbe Ausnahme? Wie nennen Sie diese erstaunlich umfassende Ausnahme?

Franz Gratzer

On Tue, 2016-01-12 at 20:10, X wrote:

Es ist besser wir lassen es… Unsere Auffassungen gehen zu sehr auseinander…
LgX

On Tue, 2016-01-12 at 23:29, Franz Gratzer wrote:

Sehr geehrte Person X,

na vielleicht versuchen wir lieber einen Neustart?

Es tut mir leid, wenn ich in der Hitze des Gefechts grob in meiner Wortwahl war.

Wenn auch Sie an die Möglichkeit einer sachlichen Diskussion zum vermitteln von Standpunkten glauben, dann bin ich bereit es noch einmal neu zu versuchen. An sich sind ja nur Diskussionen mit Leuten sinnvoll, die andere Auffassungen vertreten, denn andernfalls ist es nur ein Bestätigungskreislauf ohne Potenzial für neue Einsichten.

Vielleicht können Sie mir die folgenden Fragen konkret beantworten:

  1. Wieso denken Sie, dass Datenschutzbeauftragte sogar bessere Kontrolle als unabhängige RichterInnen sein können? Und wieso wurde zusätzlich zur datschutzbeauftragten Person bei der Regelung für die Lüftung des Bankgeheimnisses noch eine Richterliche Kontrolle eingerichtet, wenn doch die Datenschutzperson ohnehin eine qualitativ bessere Arbeit leisten kann?
  2. Sehen Sie nicht auch das Problem, dass nur wenige Überewachungen jemals nachvollziehbar dokumentiert und kontrolliert werden wenn die jeweiligen BeamtInnen nach eigenem Ermessen entscheiden können ob sie die datenschutzbeauftragte Person überhaupt konsultieren sollten?
  3. Sehen Sie nicht auch das Problem, dass ein kritisches zivilgesellschftliches Engagement heikel sein kann, wenn Daten gesammelt und aufgehoben werden, die später vielleicht einmal missbraucht werden können, einfach weil sie da sind und eine große Motivation dafür bestehen kann?
  4. Worin konkret sehen Sie Irrtümer in der Kritik, die der AKVorrat in seiner Stellungnahme anmeldet?:

    http://akvorrat.at/sites/default/files/Stellungnahme_PStSG_AAA.pdf

Mit freundlichen Grüßen
Franz Gratzer

Fazit

Es ist offenbar nicht möglich alle Leute über vernünftige Argumente zu erreichen, aber wir haben zumindest die Chance unseren Teil dazu beizutragen in Zukunft nicht völlig unkontrolliert von einer beliebig geheim instrumentalisierbaren Behörde ausspioniert zu werden.

Bitte helft mit und kontaktiert unsere Vertretis im Parlament bzw. unterstützt die diesbezügliche Petition, falls Ihr das nicht schon getan habt!

Es ist im Übrigen in Betreffzeilen der E-Mails sicher empfehlenswert einschlägige Begriffe wie “Staatsschutzgesetz” oder “Überwachung” zu vermeiden, da die angeschriebenen Personen sicher schnell Mailfilter einrichten, die Nachrichten mit solchen Begriffen im Betreff automatisch von ihrem Posteingang fern halten.

Information desks on Autumn events

November 16th, 2015

Unfortunately I didn’t manage to report on our most recent activities yet. We did not only have an information stall at the huge 2015 Game City fair in Vienna but on the Veganmania (aka Move) summer festival in Graz too. An other opportunity to inform the public was an information desk at the Big Brother Awards gala in the Rabenhof Theater organised by the data protection association Quintessenz. Yesterday we even participated at the Linux Presentation Day in Vienna again together with Spielend Programmieren. The last event was just a spontaneous first try. Therefore only few people found their way to the venue. Next time we need to promote the event in advance. This time I myself just got invited one or two days before.

Especially our Quintessenz seems to be a good cooperation partner for future ventures since they organise the Linux Wochen Wien. Privacy obviously has a strong connection to free software. Therefore, over all they are dedicated to software freedom too.

The Autumn events brought us a lot of attention from many people and we did give away lots of leaflets. We need to re-stock information material soon in order to be prepared for further events.

FSFE Fellowship and freie.it at Veganmania in Vienna 2015

June 11th, 2015

Gregor mans the information desk
Martin not yet behind the information desk
René fully engaged
The four meter long information desk

This year’s vegan summer festival in Vienna once more was bigger than ever before. It not only lasted four days but it doubled in size also. Last year 35 exhibitors where present. From Wednesday 3rd to Saturday 6th of June 2015 no less than 70 organisations and companies had set up their stalls in front of the Museumsquartier (MQ), opposite the famous museums of art history and natural history.

But not only the festival itself has got bigger, our already tratitional information stand was also larger. We were given more space and could therefore offer about four meters of tightly packed information material for a total of 50 hours (excluding breaks). Unfortunately, beside me, only Gregor was available from our Fellows to man the stall. He came on Wednesday and Thursday. Luckily this didn’t cause serious problems since we encountered unexpected help from other people later on.

Martin has been using Free Software for quite a while and visited our stalls on different occasions over the years. So I knew that he is very knowledgable about the issues we usually speak to people about. When I asked him for help he instantly shifted his time table and jumped in when I needed to rush into the Radio Orange studio for a live show about the festival itself. Not all people feel comfortable doing the technical side of live radio shows. Even if they are very easy, which is true in this case.

Radio Orange is an interesting subject in its own right. Austria was quite late with liberating the radio licenses. One of the first free radios was Radio Orange (o94) and it is set up completely with Free Software. I am constantly amazed how well this is done. Hundreds of very different people are using its setup on a regular basis. Some are more frequent than others. Some are very computer savy. Others avoid computers altogether. But the obviously very skilled technicans, who built and administrate the radio’s setup, manage to give all these very different people a good experience. I’ve been helping with two shows for quite a time now and everything runs 24/7. People doing their own shows, just enter the live studio, and start talking at the right time. It’s as easy as that. Pre-recorded shows are done similarly effortlessly. It’s possible to upload shows beforehand and they get aired at the right time automatically. Heck, there is even an automatic replacement if someone doesn’t show up or forgot to upload anything. I don’t know any other example of a complicated system with such a wide range of user types running this smoothly. Of course I have encountered glitches from time to time, but they where small and dealt with fast. This is an impressive example how powerful and reliable Free Software can be.

Back to the festival: Martin did a great job manning the stall while I was away for the radio show. When I was back he even stayed longer to support the stall. Many friends of mine visited me on the stall, but there wasn’t much chance to talk to me. I was involved in interesting, engaging conversations about Free Software with normal visitors of our stall virtullay the whole time. So often my friends didn’t even get the chance to talk to me and went away after a while of waiting for me to become available again. Even when more than one person was manning our information desk sometimes people didn’t get the chance to talk to us because there was more demand than we could meet.

On Friday René from Frankfurt, Germany showed up. Originally he had just made the journey to visit the Veganmania festival. He had his luggage with him and got stuck at our desk. In the beginning he just was a normal visitor but after a while he stepped in because there where so many people who wanted to ask questions and he obviously could answer them. In the end he helped with manning our desk until Saturday night. Happy with his competent help, I invited him to stay at my place and we had a great time discussing Free Software ideas until late in the night. So we didn’t get much sleep because we set up the stall about 9:30am each day and stayed there until 10pm. Unfortunately, we got on so well that he missed his train on Sunday. Therefore he had to endure an unpleasant train ride back home without the possibility to sleep.

I appreciate the unexpected help of Martin and René and hope they will stick around. Both ensured me they loved the experience and they want to do it in future again.

As usual, many people got lured to our desk because of the Free Your Android poster. Others just dropped by in order to find out what this all was about since they didn’t expect our subject on a vegan summer festival. But of course it was easy to explain how activism and Free Software relate to each other. In the end we ran out of several leaflets and stickers. In the hot weather we didn’t manage to sell the last of our Fellowship hoodies, but we sold some “there is no cloud …” bags and also received a donation.

The information desk marathon left us with a considerably smaller leaflet stack, brown skin like after two weeks of holidays and many great memories from discussions with very different people. The Veganmania summer festivals in Vienna are clearly worth the effort. We even got explicitly invited to join the vegan summer festival in Graz in September since the organising people figured they wanted to have someone informing about Free Software there also. I guess it is not necessary for us to travel to Graz since I’m told there are dedicated Free Software advocates there too.

Open letter to everymothercounts.org: Apple advertisement

March 28th, 2015

Dear every mother counts team,

Thank you for your work concerning health care for mothers. You have taken on an important and demanding challenge.

Please consider my following concern regarding Christy Turlington’s Apple advertisement:

I can understand why a marketing contract with Apple must look tempting. The deal might bring in a considerable amount of money. This can potentially fund urgently needed projects. But Christy Turlington’s prominent involvement in the promotion of Apple’s iWatch unfortunately still might counteract important aspects of your work.

Most mothers with insufficient access to health care probably only lack the necessary funds for getting it. Proper education would open a lot of doors in that regard. Modern education heavily depends on technology. Therefore Access to affordable technology and knowledge about it is of paramount importance.

Unfortunately open access is a foreign concept to Apple and it locks down everything it offers. Everything they develop is only made available to paying customers. Nothing is shared freely. They work with aggressive logical patents, closed standards and massive legal restrictions. Therefore, others are actively hindered in offering similar services or products under fairer conditions. [1]

Only freely available, well documented technology without restrictions gives everyone opportunities. Countless people around the globe discover, use, analyse, adapt and spread free software every day, regardless of whether they want to dig a well or organise their local resources more efficiently. If technology has no restrictions built in and comes without legal limitations attached to it, it ceases to be an instrument of power. Privileges are a given and don’t need to be sold or restrained. Apple itself has made heavy use of free software to built its own operating system. But unlike others, who not only took but contributed something, Apple decided to use the free software stack and then lock up what they had derived from it. This surely isn’t in line with everymothercounts.org’s philosophy.

Free software is an ethical approach to technology, fostering sharing and caring. It has inspired many other movements. It’s main concerns are independence and empowerment. So if you feel like teaming up with institutions in the field of technology, please consider ethically and socially aware players like Mozilla or even organisations like the Free Software Foundation!

My second concern about this marketing arrangement is privacy. Of course Apple promises everything the public wants to hear, but as long as it doesn’t give full public access to what is going on in its products, those are just nice words. Not even governments are allowed to check if Apple’s claims are met in reality. Of course this isn’t an Apple-only problem, but considering the unprecedented scope of data collection by the iWatch, this is a whole new dimension of surveillance acted out by a private, uncontrolled entity.

Free software on the other hand, is trustworthy because one of its merits is its open source. What it does is completely transparent and it can be audited by anyone who is interested. Even if you find features you don’t like, you are free to adapt, remove or just disable them. If someone has an idea how to improve on existing free software, that’s great, because it’s meant to be adapted and shared freely.

Please apply your principles in a wider context!

All the best for your work,
Franz Gratzer
fellow of the Free Software Foundation Europe (FSFE)
and an animal rights activist

[1] fsf.org/news/free-software-foundation-statement-on-the-new-iphone-apple-pay-and-apple-watch

Open Letter to Mr. Cook (Apple Computers)

March 14th, 2015

Mr. Cook,

I just watched your newest keynote. The best thing you presented was the use of USB-C on new MacBooks. Finally you have decided to use an open standard which can make life easier for all users.

Unfortunately this was the end of all the good news since everything else seems to go in the opposite direction. Worst of all is launching a massive surveillance device like the iWatch without being completely transparent with what is happening inside the device and on your servers. I as a user, want to be in control of my data. But this is a concept you obviously oppose.

As long as you stick to closed source software, DRM, restrictive licences and patent laws to maximise your profits, you heavily contribute to inequality and powerlessness around the globe.

This makes you an absolute no-go as a source of computing devices.

Please don’t only consider your gain in power and profit, but also the effect of your work on our society. Do you really consider disempowerment an ethical contribution that you want to be a part of?

Freiheit ist kein Widerspruch zu fairer Entlohnung!

March 2nd, 2015

Es geht bei Freier Software und Freier Kultur um Freiheiten, nicht um Kosten.

Das scheint leider oft unterzugehen. Auch Leute, die an Freiheit glauben, haben den Anspruch zu überleben. Nur wenige, die sich für Freiheiten in unserer Gesellschaft einsetzen, haben den Luxus besonders wohlhabend zu sein oder für ihr Überleben nicht arbeiten zu müssen.

Leute, die beispielsweise an Freier Software arbeiten, tun das oft als Job. So entsteht vermutlich sogar am häufigsten Freie Software. Nur wird nicht jede Software mit der Absicht entwickelt anschließend Kopien oder Nutzungslizenzen zu verkaufen. Die meisten Programme werden als Auftragsarbeiten erstellt weil Leute Lösungen für Anforderungen haben wollen. Programmierer werden dabei als Dienstleister konsultiert. Der Verkauf von etwaigen Produkten spielt dabei keine Rolle. Sobald das Programm erstellt ist, ist die Arbeit finanziert und niemand hat etwas verloren, wenn fortan alle es nutzen und darauf aufbauen können. Nicht umsonst gehen selbst die weltweit führenden Softwareunternehmen immer mehr dazu über sich an Freier Software zu bedienen.

Profit trotz Freier Software

Es ist kein Zufall, dass Apple OSX auf Freier Software basierend entwickelt hat, da es einfach zu teuer gewesen wäre das Rad – in brauchbarer Qualität – völlig neu zu erfinden. Genau das wäre aber nötig gewesen, wenn sie sich nicht der umfangreichen offenen Quellen der Berkley Software Distribution bedient hätten. Im Gegensatz zu den meisten Freie Software Lizenzen lässt es die BSD-Lizenz zu, dass von der unter ihr lizensierten Software abgeleitete Werke proprietär (=unfrei) vermarktet werden. Deswegen hat Apple gerade diese Quelle angezapft.

Google ist vermutlich das prominenteste Beispiel für ein Unternehmen, dass sich mitten in die Freie Software Szene gesetzt hat und dabei zu einem der einflussreichsten Weltkonzerne wurde. Es ist bemerkenswert wie es dieses Unternehmen geschafft hat Freie Software auf eine Art und Weise zu nutzen, die es zu einem mit Apple vergleichbaren Konzern machen konnte obwohl sie noch nicht mal den billigen Apple-Weg genommen haben und tatsächlich Dinge nutzen, deren Ableitungen ebenfalls wieder öffentlich allen zugänglich sein müssen. Offensichtlich sind Freie Software und immenser wirtschaftlicher Erfolg kein Widerspruch.

Ressourcenmanagement

Das große Problem mit einer Werknutzung, die unfrei ist, betrifft ihre Skalierbarkeit: Je komplexer die Projekte werden, umso mehr Aufwand bedeutet es nicht auf den bereits erarbeiteten Grundstock aufbauen zu können. Alle, die den Zugriff auf Werke jedweder Art beschränken, verarmen faktisch uns als Gesellschaft. Das ist aus meiner Sicht weder erstrebenswert noch notwendig.

Es ist genau genommen ziemlich dämlich bereits erarbeitete Lösungen nicht ausbauen und verbessern zu können, bloß weil wir uns als Gesellschaft aus einem irregeleitetem Bestreben um Gerechtigkeit daran hindern. Es ist offensichtlich wesentlich vernünftiger die Entwicklung begehrenswerter Lösungen zu fördern ohne dabei den Großteil der Menschheit zu beschränken und einige wenige überproportional reich zu machen, die sich dann zu allem Überfluss auch noch gegenseitig in Machtkämpfen über Patentrechtsklagen behindern.

Das Konzept, dass jemand etwas erstellt um anschließend nur jenen die Nutzung zu erlauben, die dafür bezahlen, ist lediglich eine Herangehensweise unter vielen. Erschwerend kommt hinzu, dass Institutionen und Individuen, die dieses Konzept verfolgen, in der Regel sehr schnell der Versuchung erliegen absichtliche Beschränkungen zu nutzen um noch mehr Gewinn erwirtschaften zu können. (Zum Beispiel das Vermeiden offener Standards und die damit beabsichtigte Erschwerung Alternativen einzusetzen oder der Einsatz von DRM-Mechanismen, die sogar offen den Austausch bzw. die beliebige Nutzung von Daten behindert.) Das ist üblicher Weise nicht im Interesse der Nutzer_innen. Als Nutzer bin ich nicht bereit mich – zu meinem eigenen Nachteil – auf das beschränken zu lassen, was einer anderen Instanz möglichst viel Profit beschwert.

Es steht selbstverständlich jedem frei Produkte mit beliebigen Einschränkungen auf den Markt zu bringen. Allerdings steht es mir auch frei sie abzulehnen und darauf hinzuweisen, was es bedeutet solche Produkte zu nutzen und dass ich das für eine unvorteilhafte Idee halte – selbst dort, wo das auf den ersten Blick bequemer zu sein scheint.

Persönliches Überleben

Ich bin selbst Grafiker. Dem entsprechend kenne ich natürlich die Situation, dass meine Arbeiten ein Eigenleben entwickeln können von dem ich mir nichts kaufen kann. Dennoch halte ich den Versuch meine kreativen Werke irgendwie in verkäufliche Einheiten zu zwängen für einen folgenschweren Irrtum. Meiner Meinung nach ist es selbstverständlich, dass alles, was ich irgendwann veröffentlicht habe, nicht mehr unter meiner Kontrolle steht. Versuche später noch beschränken zu wollen, was andere damit tun, greift aus meiner Sicht zu weit in unsere Freiheiten ein und behindert unsere gesamte Gesellschaft erheblich.

Wir agieren nie aus einem Vakuum. Je allgemeiner verfügbar wir unsere Kultur halten, umso reichhaltiger ist unser aller Angebot an Ressourcen, seien es Inspirationen oder auch materielle Güter. Aus meiner Sicht ist jeder Versuch Exklusivität zu erzwingen eine völlig ungerechtfertigte Angst zu kurz zu kommen.

Ich bin sehr froh über Plattformen auf denen Urheber ihre Werke veröffentlichen und frei zur Verfügung stellen können. Die Wikipedia muss niemandem mehr vorgestellt werden. Lange wurde behauptet die Qualität wäre zu schlecht für die alltägliche Verwendung. Doch inzwischen ist klar, dass sie für die meisten Bedürfnisse durchaus ausreichend ist. Und auch – inzwischen kaum noch vorhandene – unfrei erstellte Enzyklopädien glänzen nicht zuverlässig durch Qualität oder Neutralität.

In meinem Alltag erstelle ich immer wieder Vektorgrafiken, die ich in verschiedenen Gestaltungen brauche und online nicht finde. Wann immer ich solche Grafiken erstelle, lade ich sie auf Seiten wie der open clipart library hoch. Nicht alle Werke dort entsprechen allen Anspürüchen, aber letztlich hat dieses Archiv mir schon unzählige Stunden Arbeit erspart. Wieso sollte ich eine Grafik auch noch einmal neu erstellen, wenn sie bereits jemand anders in einer für mich brauchbaren Weise erstellt hat? Es gibt genügend Herausforderungen. Wir müssen uns keine zusätzliche Arbeit machen, um beschäftigt zu sein. Ähnlich toll sind freie Fotoarchive wie morguefile oder Archive mit freier Musik wie Jamendo.

Nicht immer ist es ein unmittelbarer Vorteil eigene Arbeiten anderen zur Verfügung zustellen, aber die angesammelte Vielfalt an Inhalten nützt letztlich auch mir – selbst wenn mir das vorest nicht direkt Geld bringt.

Es war einmal und ist nicht mehr …

Es ist durchaus sinnvoll Bücher zu verkaufen, so lange es für andere aufwändiger wäre sich selbst Kopien vergleichbarer Qualität anzufertigen. In diesem Szenario war es einstmals ein Dienst für die Allgemeinheit Kopien zu drucken und diese zu relativ günstigen Preisen zu verkaufen, da kulturelle Werke auf diesem Weg mehr Menschen zugänglich gemacht werden konnten. Dieses Spiel gilt mit den aktuellen Technologien nur noch selten. Datenträger oder Lizenzen jedweder Art zu verkaufen ist eine Sackgasse weil wir mit unseren heutigen Technologien die Dienstleistung der Bereitstellung von Kopien absolut nicht mehr brauchen. Es ist ziemlich absurd für etwas zu bezahlen, was wir gar nicht haben wollen. Noch dazu wenn wir selbst bessere Kopien erstellen können, denen keine gezielten Beschränkungen anhaften.

Im Laufe der Geschichte hat sich die Idee etabliert, dass nicht die Dienstleistung der Erstellung einer Kopie bezahlt wird, sondern die Arbeitszeit der Person, die das Original produziert hat. Doch genau genommen ist das selten der Fall. Firmen, die Kopien vermarkten wollten, haben Verträge mit Urhebern geschlossen, von deren Werken sie sich versprachen viele Kopien zu guten Preisen verkaufen zu können. Die Verträge mit den Urhebern waren praktisch völlig losgekoppelt vom tatsächlichen Erlös durch den Verkauf von Kopien. Die Entlohnung für die kreative Leistung hatte nichts mit dem Vertrieb von Kopien zu tun. Dem entsprechend schauten Urheber bei besonders guten Verkäufen durch die Finger. Sie konnten bestenfalls hoffen beim nächsten Mal in den Verhandlungen mit einem höheren Marktwert zu punkten…

Geld für offizielle Kopien zu verlangen, die kein Mensch braucht weil jeder selbst ohne relevante Kosten Kopien erstellen kann, gleicht einer Schutzgelderpressung: Wenn Du mir kein Geld für eine unerwünschte Dienstleistung bezahlst, dann werde ich Dich verklagen. Wenn Du meine überflüssige Dienstleistung nicht in Anspruch nimmst, mache ich Dir das Leben schwer!

Durch eine künstliche Verkrüppelung unserer Technologien (DRM) und rechtliche Grotesken soll verhindert werden, dass wir in unserem eigenen Interesse agieren können. Von immateriellen Gütern können beliebig viele Kopien erstellt werden ohne dass dabei irgendjemand weniger hat. Die Idee über die Vermarktung von Kopien Geld zu verdienen ist in vielen Bereichen schlicht nicht mehr zeitgemäß und stirbt hoffentlich rasch aus, da ihre zwanghafte Aufrechterhaltung uns zu völlig verrückten Maßnahmen zwingt.

Es war noch nie so, dass der Verkauf von Kopien die einzige Möglichkeit gewesen wäre kreative Arbeit zu finanzieren. Über eine lange Zeit hinweg war das in vielen Bereichen technisch schlicht nicht machbar. Zweifellos haben wir uns an diese Idee inzwischen trotzdem gewöhnt. Dennoch wage ich zu behaupten, dass alle, die auch jetzt immer noch darauf beharren, es zunehmend schwer haben werden. Es ist wesentlich vielversprechender die veränderte Realität anzuerkennen und andere (vielleicht sogar neue) Wege zu beschreiten. Der Verkauf von Kopien digital darstellbarer Information wird zwangsläufig sterben weil er in krassem Widerspruch zur technologischen Realität der Gegenwart steht.

Exkurs: Leistung und Gegenleistung

Zusätzlich halte ich allgemein das Konzept von Leistung für Gegenleistung für problematisch, da es unser Wirken von seinem Zweck entkoppelt. Für uns ist dann nicht mehr relevant, was wir tun, sondern nur noch, was wir dafür bekommen können. Das führt zu zahllosen Aktivitäten, die hochgradig problematisch sind. Verkürzt gesagt: Alles, was niemand ohne Gegenleistung erledigen will, sollte vermutlich besser nicht getan werden. Deswegen arbeite ich so wenig wie Möglich gegen Geld und so viel wie möglich für Projekte, die ich um ihrer selbst Willen unterstütze. Ich möchte nicht gegen wesentlich besser bezahlte Arbeitsplätze tauschen – auch wenn ich dann garantiert mehr Freizeit hätte und vermutlich größeres öffentliches Ansehen genießen würde.

Bereits vor vielen Jahren habe ich – ohne finanzielle Zukunftsperspektiven – eine sehr gut bezahlte Stelle in einem angenehmen Umfeld in einem aufstrebenden Unternehmen gegen hauptsächlich ehrenamtliche Arbeit getauscht. Ich habe es nie bereut. Es handelt sich definitiv um eine meiner besten Entscheidungen bisher. Aber dabei geht es nun wirklich nicht mehr um Freie Software, oder um offene Standards und Freie Kultur …

Mehr dazu

Allen, die auch Tipps zu wirklich tollen Büchern über Freie Kultur und Freie Software lesen möchten, denen empfehle ich meinen Bericht von einem Workshop, den ich 2013 am Solidarische Ökonomie Kongress gehalten habe. Am rechten Rand habe ich in diesem Bericht ausgezeichnete Freie Bücher verlinkt.

FOSDEM 2015: some interviews

March 1st, 2015

Horst from spielend-programmieren.at visited the FOSDEM this year and caught the mood there in some nice interviews. I just wanted to share it with you. Not all of the interviews he posted in his German blog article are done in English, but at least four of them:

  • Knitting machine A kniting machine from the seventies brought to new life with free software.
  • Mageia Linux Community A woman overcame a personal loss with the help of a friendly free software comunity.
  • EPFSUG Erik K Josefsson raises awareness of free software in the European Parliament.
  • Diaspora Jason Robinson explains how the decentralised social media platform works.

freie.it at conference on 21st of February

February 28th, 2015

freie.it - Computer Support for Free Software
Gespräche am Infostand
Leute nahmen bereitwillig und interessiert unser Infomaterial
Viele Besuche den ganzen Tag über

freie.it is a web platform founded by some members of the Viennese Fellowship group of the FSFE. It aims to help people who are interested in using free software but who do not want to administrate their own computers. At least in Austria all support offers for free software users are aimed at businesses. Therefore only techically interested private people could start using free software in the past if they didn’t happen know others well aquainted with free software willing to help them. To close this gap free.it offers a simple search field to type in buzz words. After submitting the form a list of people knowledgeable with this subjects on free software systems is displayed. People searching for help then can browse through this results and can contact the persons they want to consult. The platform is merely a way to connect people. So all terms can be defined by the people interacting with each other. Some people offer help on a voluntary basis. Others will help for a fee. The only condition for experts offering their services on the platform is the preference of free software.

The team of freie.it invites free software experts to create a profile. After applying to be listed the team reviews the profile and releases the experts to be listed on the platform. At the moment freie.it is in it’s trial phase and does offer services in Vienna only. If everything works out as intended the local restriction can be left behind. Even others can get the freely licenced python code on bitbucket and offer similar services independently.

On 21st of February freie.it was invited to participate as one of 50 initiatives on a conference about wellbeing for all (Gutes Leben für alle). The project was explicitly invited because we applied in a contest a few months ago. The contest aimed to choose the best ideas for sustainable and fair development in our society. freie.it didn’t win anything back then, but the organizers of the conference still wanted us to participate at the conferences fair of initiatives.

Originally the organizers aimed to welcome about 250 people at the recently build new campus of the Viennese universitiy for economics. But in a very short period of time everything was overbooked and in the end about 850 registrations exceeded all expectations. A young assistent from the university told me about a little group of alternative thinkers at the university responsible for such events. Normally nobody would expect the university of economics to host such an event. But some people obviously could move something even in this traditionally not very progressive environment.

The fair of initiatives covered a lot of different subjects. The majority was about better ways to use and share our ressources. There was a focus on local initiatives for connecting people with different ressources and/or skills. Over all freie.it was received very well. The audience was open in a very similar way than the visitors of the Veganmania summer festivals we attended in the last years with a boot of the Viennese Fellowship group of the FSFE. They where open to consider free software as an alternative and did quickly understand the problems with closed standards and proprietary software production. One difference to the people met on the Veganmania summer festivals was the big user base of Apple computers. I think I never met a target group with more individuals using Apple products. I would guess at least eighty percent of the many people I talked to at the event told me to use OSX from Apple.

We set up our very little boot as one of the first initiatives at about 10 am. Even if we had more leaflets, folders and stickers on free software and open standards than any other initiative on other subjects we had only about 60 x 30 centimeters space on a table. It was tightly packed with colorful, inviting material. We could only put our books about free software on display in the late afternoon after some initiatives left and we could use the only then spare space on the table. We where quite buzy the whole day with many interested people and shortly after 9pm we packed everything together and left the venue because it got closed up.

Even if we could not reach tousands of people (like on events such as the Game City fair) I still think it was very well worth taking the time since the quality of our conversations was very high and we still could introduce many people to the virtues of free software.