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Owncloud ade!

Gemäß Ziffer 3 des “Gesellschaftsvertrages” von Debian wird Debian seine Fehlerdatenbank für alle Zeiten öffentlich betreiben. Ich verrate also im Folgenden keine Geheimnisse.

Laut einem Bugreport des Maintainers wünscht Owncloud, dass sein Programm nicht mehr in Debian erscheint. Dies erschwert eine Zusammenarbeit von Debian und “upstream” ganz erheblich, wofür auch Bespiele genannt werden. Daher wird diese Software wohl nicht mehr Bestandteil von “stretch” (Debian 9) sein. Berichtet wird auch, dass Fedora bereits einige Monate zuvor “aufgegeben” habe.

Quo vadis Owncloud?

Egal, ob die Entwickler wegen anderweitiger Pläne unwillig oder ob sie nur zur Zusammenarbeit mit namhaften GNU/Linux-Distributionen unfähig sind, wird dieser Vorgang kaum der Reputation dieses Projektes in der Gemeinschaft, die sich für Freie Software einsetzt, nutzen. Für den Anwender ist dieser Verlust nämlich misslich. Debian aber wird den Verlust dieses Paketes wohl verkraften können.

Schade um Owncloud!

2 Responses to “Owncloud ade!”

  1. Wolfgang Romey Says:

    Hier

    http://blog.jospoortvliet.com/2016/01/virtual-machine-zip-files-and.html

    hat Jos Poortvliet begründet, warum man nicht owncloud aus einer Distribution verwenden sollte, sondern das Paket von deren download-Seite. Ich mach das so, habe allerdings owncloud auf meinem webspace und nicht auf meinem Rechner installiert.

  2. Michael Stehmann Says:

    Es gibt beachtliche Gründe dafür, dass Anwender Pakete aus dem Paketrepository “ihrer” Distribution bevorzugen oder sogar ausschließlich solche installieren.

    Als Unterstützer von Apache OpenOffice kann ich “ein Lied davon singen” (obwohl die Installation unserer deb- und rpm-Pakete denkbar einfach ist).

    Ich gehe auch davon aus, dass Mozilla seine Gründe dafür hat, warum es in Debian demnächst wieder “Firefox” und “Thunderbird” geben wird.

    Es sind aber nicht nur “Marketing”-Gründe, die eine Unterstützung eines Freien-Software-Projektes durch namhafte GNU/Linux-Distributionen für dieses fruchtbringend machen. Regelmäßig fördert dies vielmehr auch der Qualität der Software, beispielsweise dadurch, dass hierdurch Bug-Reports generiert, überprüft und kanalisiert werden.

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