Drei Jahre Berufsakademie Mannheim

Dinge die ich in drei Jahren an der Berufsakademie gelernt habe:

  • „Kein Raum frei“ heißt nicht, dass kein Raum mehr frei ist sondern „Ich als verantwortliche Sekretärin habe keine Kenntnis davon, dass noch einer von meinen fünf normalerweise vergebenen Räumen frei ist.“ Das ist wie in folgender Situation: Sie „Kannst du mir bitte mal die Butter aus dem Kühlschrank geben?“ Er „Es ist keine Butter da“, wobei er eigentlich nur meint „Ich kann keine Butter sehen“ und die Butter hinter der Marmelade steht. Männer sind halt so. Und BA-Sekretärinnen auch.
  • Es macht Spaß (und zwar tierisch) über vollkommen blödsinnige Sachen zu diskutieren, z.B. warum es schöner ist wenn es draußen grau ist und nicht die Sonne scheint oder warum Marty McFly in „Zurück in die Zukunft“ sich am Ende nur zehn Minuten Extrazeit gönnt obwohl er genau weiß, dass der DeLorean Anlassschwierigkeiten hat und er im Stadtzentrum und nicht auf dem Parkplatz der Twin Pine Mall/Lone Pine Mall rematerialisieren wird. Solide Unterhaltung über gar nichts, aber wirklich lustig.
  • Linux ist Windows überlegen. Nicht nur dass sie nicht in der selben Liga spielen, sie spielen nicht mal die selbe Sportart. Erster Windows-Go-Kart-Verein vs. Formel Eins Team Linux.
  • Debian ist Ubuntu überlegen. Okay, Ubuntu ist klickibunti, aber Debian ist allgemein… Auf meiner NSLU2 läuft das genau so wie auf meinem Laptop. Nimm das, Ubuntu
  • Debian ist DSL überlegen. So viel ist klar.
  • Nicht aufpassen ist okay, so lange man für die Klausuren lernt.
  • Die Motivationskurve sinkt gegen Ende der Studienzeit beständig, und hat am Anfang des sechsten Semesters schon Null erreicht.
  • Amerikanische Sitcoms sind wirklich klasse. Besonders hervorzuheben ist „Scrubs“, „My Name is Earl“, „Two and a half Men“ und „How I met your Mother“. Und ich hätte mich beinahe selbst von Scrubs ausgeschlossen weil die deutsche Synchro so überhaupt nicht lustig ist… :/
  • Wenn alle aus den höheren Jahrgängen sagen „Die Klausur bei <zensiert> wird einfach“ heißt das noch lange nicht, dass sie es auch ist.
  • Wenn die selben Leute sagen, dass „Die Klausur bei <wieder.zensiert> schwer wird“, dann wird sie das meist auch.
  • Der Burger King in Mannheim nimmt auch Gutscheine wo zwar klein aber klar erkenntlich drauf steht, dass sie nur für Darmstadt und Umgebung gelten. Danke Niedriglohnjobs für die anscheinend nur Merkbefreite qualifiziert sind.
  • ACSler sind viel cooler als TAIler, oder auch NullTAIler genannt (Applied Computer Science vs. Angewandte Informatik… das T in TAI steht für n00bs und ich weiß nicht warum… nur bei Sascha und Dennis steht das T für „Voll korrekt“ ;) ).
  • „Alle Vorlesungen auf Englisch“ heißt „30% der Vorlesungen auf Englisch, viele davon auf mittelmäßig bis schlechtem Englisch“. Ich habe Lang kein so schlechtes Englisch gehört… davor das letzte mal bei einer ehemaligen Kurskameradin die Fremdsprachensekretärin(!) werden wollte…
  • Meine Linuxkenntnisse sind weit über dem Durchschnitt. Keine Selbstbeweihräucherung, einfach Fakt.
  • Vorlesungen die freiwillig an einem Freitag und dem direkt darauffolgenden Samstag stattfinden und die einzigen an diesen Tagen sind, werden genau zwei von 24 möglichen Partizipanten haben. Ein zwölftel ist eigentlich gar nicht mal schlecht.
  • Zettelchen schreiben ist out, Instant Messaging ist in. Auch flüstern ist von gestern, d.h. IM selbst dann, wenn die Diskussionsteilnehmer nur eine halbe Armlänge trennt.
  • Jabber kann recht komplex sein.
  • Python ist optisch schön anzusehen, aber Doku ist nicht die Stärke der Sprache.
  • Port 443 ist das goldene Firewall-Loch.
  • Ich bin völlig lernresistent gegenüber Physik und konsequenterweise Elektrotechnik.
  • Es gibt gute Menschen an der BA. Hallo Tina, Kathrin, Ruth, Timm, Reuben, Florian, Martin, Stephan, Thomas, Fabian und Simon.
  • Alle dumm außer uns.
  • IBAler (International Business Administration) lernen „der Sand im Getriebe“ zu sein. Und darin sind sie richtig gut.
  • Nein, der Raum ist nicht „euer“ Raum.
  • Niemand mag die „Menschen“ von SAP, obwohl diese selbst so von sich überzeugt sind, dass sie Macs benutzen.
  • Selbst BWLer sehen teilweise (danke Simon) ihre Studienrichtung nicht als brauchbar an.
  • BWLer und richtige Studiengänge müssen räumlich getrennt werden um Blutvergießen zu vermeiden. Deswegen haben wir ein eigenes Gebäude und die BWLer auch. Am anderen Ende der Stadt.
  • Summer School (einwöchiger Aufenthalt in Bristol, UK) r0x0rt! Aber die BWLer wurden sicherheitshalber auch hier auf Abstand in Oxford gehalten. Anscheinend liegt eine als akzeptabel angesehene Ausfallquote nicht bei mehr als 0%.
  • London r0x0rt auch.
  • Britisches Essen ist richtig gut, aber was dort zum Frühstück gegessen wird ist hier ein vollwertiges Mittagessen. Die Käseauswahl im Tesco (≅Edeka) war vorzüglich. Nur das Brot ist eine Katastrophe.
  • Wenn Harrods in London ein Konsumtempel ist, dann ist das KDW in Berlin ein Konsumautobahnkreuz. Scheuklappen sind in den Food Halls zu empfehlen.
  • Drei Spanischdozentinnen in vier Semestern geht schon in Ordnung.
  • Ich kann Spanisch ohne Spanisch zu können.
  • Ein Semester mal 500€ Studiengebühren mal 1.400 Studenten macht 700.000€. Anscheinend nicht genug um Putzen zu bezahlen. Die Böden sind dreckig
  • Beamer gehen auch ohne Fernbedienungen, auf die Tische steigen ist erstens völlig hygienisch und zweitens sicherheitstechnisch völlig unbedenklich. Filter reinigen brauch auch niemand.
  • WLAN ist so teuer, dass man mehr als zwei APs kaum bezahlen kann.
  • Meine WLAN-Antenne ist wesentlich stärker als die aller anderen. Ergo sind alle anderen Loser.
  • Den ganzen Tag sitzen ist nicht gut für den Rücken.
  • Ich bin zu faul etwas anderes zu tun als den ganzen Tag sitzen.
  • …und noch viel mehr.

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