Linux Presentation Day – 09.04.2015 | eLOK

Auf Grund des guten Wetters und der Anwesenheit von Menschen die Steinskulpturen fertigten (ein Kurs der in der eLOK zeitgleich aber unabhängig stattfand) haben wir kurzerhand den LDP in’s Freie verlegt.

Besucher Highlight war ein Mensch der rd. 60KM gefahren ist um sich über RasPI und einen “eigenen kl. Server” darauf aufklären lassen wollte. Eine Gruppe von Frauen aus “so einer Art Selbsthilfeverein” kamen vorbei, waren sehr interessiert. Eine dieser Damen wollte eine intensive Erklärung der BASH – Auch die “jugendliche Laufkundschaft” (3 Jungs im alter von ca. 13-15j) kamen kurz vorbei. Wir habe, nicht nur des Wetters wegen, auf Netzwerkspiele verzichtet. Nach eindringlicher Begutachtung der vorgehaltenen GNU/Linux Distributionen ging es für die Jungs aber wieder Retoure auf den Bolzplatz. Kulinarisches Highligt waren die ca. 160 selbst gebackenen Brötchen/Brotpralinen. Rd. 100 Stk. liegen noch TK in der eLOk und können gerne gg. eine kl. Spende an die eLOK

Portionsweise abgeholt werden. Zu den Brotpralinen gab es bei uns ”natürlich auch” ein zünftiges BBQ / Grillen. Das war allerdings nur noch von den “Usual Suspects” aus dem eLOK/FLOSS Umfeld geprägt.

Mein Fazit: Trotz der max. 10 Besucher, IMHO Gelungenen Veranstaltungen - trotz der knappen Orga Zeit. Jetzt heißt es Kontinuität zeigen.

#cyberpeace – Krieg muss man schwänzen! Die FSFE schwänzt mit …. ?!

 

 

 

 

Gestern Abend fand das erste Fellowship-Meeting der Berliner Gruppe im neuen Jahr statt. Schon im Vorfeld gab es kontroverse Diskussionen, ob „wir“ als FSFE uns diesem Thema überhaupt annehmen sollten. Es war also ein spannender Abend zu erwarten.

 

 

 

 

 

Als wir uns dann 20:00h im Medienraum der eLOK zusammen setzten, war ich doch sehr überrascht. Der Raum war gut gefüllt und es gab sogar neue Zuhörer zu begrüßen. Nachdem wir uns vor Weihnachten 2014 darüber einigten, die Cyberpeace Kampagne zum Thema zu machen, wusste noch keiner, dass wir von den „laufenden Ereignissen“ eingeholt werden sollten. Also ein (leider) brand(gefährliches) aktuelles Thema an diesem Abend.

 

Zuerst einmal gab es Beschallung. (Folie1) Ein Bestandteil des FiFF Kongress, war der ganz analog gehaltene Laternenumzug zum neuen Bundesnachrichten Dienst (BND) Gebäude hier in Berlin. Unter dem Link findet der geneigte Leser die Folien. Im gleichen Verzeichnis ist auch die Musik zu finden. (ZIP Folder mit PDF und MP4 Inhalt)

 

Sony -Hack

 

Zuerst sprach ich das sogenannte „Attributions-Problem“ an. (Folie2) Es ist in GNU/Linux Kreisen allgemein bekannt, dass man seinem Computer eine wahllose MAC-Adresse und eine „falsche“ IP Adresse geben kann. Wer mal mit dem VPN Zugang des Freifunk-Netzwerks im Internet unterwegs war, der kennt das, plötzlich erkennt die Suchmaschine einen PC aus Schweden. So einfach wie eine Suchanfrage aus Schweden, könnte auch ein Jeder einen Angriff aus Nord Korea simulieren. Wurde Sony also wirklich aus Nord Korea angegriffen? Experten zweifeln daran. Des weiteren finde ich es sehr beunruhigend, dass die US-Regierung zwar verlauten lässt, sie hätten Beweise, diese dürfen aber von niemandem aus der Öffentlichkeit eingesehen werden.

 

Auf der (Folie3) zeigte ich einen Auszug aus einem, von Wikileaks veröffentlichten Dokument. Aus diesem Auszug geht hervor, wie intensiv die Zusammenarbeit zwischen den „Geheimdiensten“ gerade NSA und BND ist. Und hier fand auch die Auflösung meines ominösen Blogbeitrages statt. Nachdem ich das online schaltete, erreichte mich sogar (Debüt!) Feedback. Tenor: Unverständnis, und die Frage: „Was soll’n die schwarzen Balken?!” Oder: „Ich versteh’ nur Bahnhof“ Tja, liebe Leute – so sehen nun mal die „Dokumente“ aus, die in dieser Demokratie von Institutionen kommen, die eigentlich durch „die (parlamentarisch vertretene) Öffentlichkeit bezahlt und schlussendlich auch kontrolliert werden sollen. Ich wollte Euch die Erfahrung, die eure parlamentarischen Vertreter bei diesem Thema andauernd machen, nicht vorenthalten.

 

Leider ging das Analoge bei der angeregten Diskussion etwas unter. Denn wie es auch so schön in dem oben genannten Lied des Laternenumzug gesungen wird: NSU und andere analoge Missetaten müssen in diesem Komplex mit gedacht werden. Der Heise Verlag hat in seinem Magazin ‘Telepolis’ hierzu ein interessantes Interview mit Dr. D. Ganser aus der Schweiz. Wer den FIFF Kongress verpasst hat, kann auf dem Medienserver des CCC unter dem Hashtag: #fiffkon fündig werden.

 

Die 14 Thesen

 

Auf der nächsten Folie (Folie4) präsentierte ich, die vom FIFF ausgearbeiteten Thesen zum Projekt. Ich betonte ausdrücklich die Dynamik. Bei entsprechender Beteiligung können auch jederzeit Änderungen eingebracht werden. Die FIFF hat der Freien Software einen extra Punkt gewidmet. Hier wird auch ausführlich dargelegt, warum nur mit Freier Software ein grundsätzlich ziviles oder besser zivilisiertes, „Internet“ betrieben werden kann. Ganz im Sinne des FSFE Mottos: „Free Software – Free Society“ Wer sich also noch mit einbringen möchte, wendet sich einfach an das Orga Team.

 

FSFE – Touch

 

Eine zentrale Frage war ja, wieso und weshalb sich die FSFE hier mit einbringen sollte. Ganz im Sinne eines Nestbeschmutzers fragte ich mit visueller Unterstützung (Folie5) nach, ob dieser Slogan „Hacking for Freedom“ ernst gemeint sei? Und wie die Anwesenden gedenken, diesen Slogan mit Leben zu füllen. Leider kam da nicht sehr viel Feedback. Aber auch hier sehe ich mehr den Prozess und nicht das (gestrige) Ergebnis im Vordergrund. Wer sich noch nicht so intensiv mit dem Thema beschäftigten konnte, war natürlich etwas perplex. Das wurde dann auch schnell beim anschließenden Beisammensein klar. Das Thema wird uns noch weiter beschäftigen. Und solange wir über den Frieden reden, ist für Krieg kein argumentativer Raum gegeben.

 

„Told you so?!“

 

Den persönlichen Abschluss sparte ich mir. Die anschließende Diskussion war viel zu spannend. ;) Aber schon 1980 erschien ein Lied von Peter Gabriel in dem es heißt: „Games whitout Frontiers“ & „ War without tears“. Leider ist das erschreckend realistisch geworden.

peter gabriel – \”spiel ohne grenzen\” (\”games without frontiers\” – german version)

 

Make Love – Not War!

Folien Download

 

 

Initative der FIfF – #cyberpeace (now)

Das FIfF stellt mit der Aktion #cyberpeace dem Wettrüsten mit Cyberwaffen einen konstruktiven friedenspolitischen Entwurf entgegen. Wir wollen einen Beitrag leisten, Erkenntnisse und Produkte der Informatik friedlich zu nutzen.

Dabei wollen wir ethische und rechtliche Probleme im Cyberwarfare diskutieren, an einer Sicherheitspolitik arbeiten, die Frieden und bürgerliche Freiheit bewahrt und beinhaltet, Strategien zur Beendung des Wettrüstens mit Cyberwaffen entwickeln, und betrachten, wie Technik bei Konfliktlösung unterstützen kann. Kann zum Beispiek über soziale Netzwerke gewaltfrei kommuniziert werden?

Eine weitere wichtige Forderung der Cyberpeace-Kampagne des FIfF ist Transparenz. Diese kann dazu beitragen, Zensur und Kriegspropaganda entgegen zu wirken oder dem Attributierungsproblem zu begegnen, um die Verursacher von Cyberangriffen zu ermitteln. Sicherheitslücken und Schwachstellen müssen frei untersucht und veröffentlicht werden, um deren Missbrauch als Angriffswaffen zu verhindern.

Mal wieder: Mythen über Freie Software

 

Immer wieder werden Fellows mit mystischen oder ideologischen Aussagen zu FLOSS konfrontiert. Auch mir ist das letztens wieder passiert. Obwohl doch Mystik und Ideologie nichts in der Technik verloren haben. Aber solange diese Mythen bestehen, ist die Propaganda-Abteilung der Firma Microsoft© ihr Geld wert. Hier mal stellvertretend 2 dieser Mythen

 

GNU/Linux ist sicher(er als Microsoft)

 

Was Sicherheit etymologisch bedeutet, kann man beispielsweise bei Wikipedia nachschlagen.(0) Ich behaupte sowieso immer „Sicherheit ist relativ“. Bei Freier Software spreche ich da viel lieber von Datenintegrität. Oder ganz auf der betriebswirtschaftlichen Schiene: Aufwand und Ertrag. Daten sind dann „sicher“, wenn der Ertrag niedriger ausfällt, den ich aus den geklauten Daten ziehen kann, als der Aufwand zum „besorgen“ ist. Sicherheit ist immer etwas Individuelles. Wo bei einem Privatanwender die externe HD als Backup reicht, verlangen Firmen auch schon mal redundantes und inkrementelles Backup. Also etwas sehr Individuelles.

 

Aber zurück zur Aussage „Linux ist sicherer als MS“. Angeblich behaupteten das immer wieder „Linux Spezialexperten“. Aber wenn ich dann nach der Quelle dieser Aussage frage, kann mir niemand eine solche auch benennen. Den geneigten Lesern dürfte der Heartbleed Bug noch gut in Erinnerung sein. Entdeckt wurde dieser von einem „Ex-MS-Mitarbeiter“ der nun eine „Sicherheitsfirma“ betreibt. Aber das nur als kleine Anekdote am Rande. ;) Nach dem Bekanntwerden des Bug, wurden sehr zeitnah alle! Informationen die in der FLOSS Community vorhanden waren publiziert. Es gab Patches und Workarounds. Scripte zum Testen und jede Menge Doku zum Nachlesen.

 

Ich kenne bei Closed Source Produkten Löcher, die seit rund 3 Jahren einfach existieren. Genügend Zeit also, dass fast jedes Script Kiddy dieses Loch ausnutzen kann. Ohne, dass gleich das „große (konzertierte?!) Schreien“ losgeht. Und in diesen Produkten wird in einigen Unternehmen die komplette Buchhaltung abgebildet?!

 

Linux hinkt der technischen Entwicklung hinterher (1)

Äh, wie bitte? Kleiner Selbsttest gefällig? Das XMPP Protokoll unterstützt Video/Audio Funktionen. Installieren Sie sich Pidgin und „videofonieren“ Sie los! Das MS-Produkt Skype© unterstützt auch XMPP. Aber wenn Sie unter diesem MS-Produkt die Audio/Video Funktionalität nutzen möchten, geht das nicht unter diesem MS-Produkt.

 

Betriebssystem-Versionen die zwischen „Home“ und „Professional“ unterscheiden. Wenn Sie in der Home Editon (sic!) einen OpenVPN Client installieren, ist der „Connect“ Button ausgegraut. Sie können OpenVPN zwar installieren aber nicht benutzen. In der teureren Version funktioniert das. Solange man kein MS-Produkt startet, das Prioritäten einfordert.

 

Das hat weder technische noch soziale/politischeGründe. Das sind ganz schnöde betriebswirtschaftliche Gründe. Warum soll eine Firma deren Geschäftsmodell „Geld verdienen mit Herstellung/Vertrieb/Support meiner Software“ heißt, sich selbst solch ein „Ei“ legen? Wir nennen so was „Antifeatures“(4)

 

Mehr Informationen zum MS-FUD finden Sie hier(2) und hier(3)

 

(0) http://de.wikipedia.org/wiki/Sicherheit

(1) http://www.linux-magazin.de/content/view/full/88778

(2) http://techrights.org/wiki/index.php/Main_Page (Microsoft Monitor)

(3) http://www.linuxjournal.com/content/microsoft-fud-campaign-vs-customer

(4) http://chaosradio.ccc.de/cr202.html

Die Ausländer nehmen Euch die Arbeitsplätze weg!!1!

Wer den öffentlichen Posteingang einer/seiner Firma bearbeiten muss, findet ja öfters mal etwas Seltsames. Aber was ich die Tage in der Firmen-Inbox fand, das schlägt wirklich alles, was bis dato so an Frechheiten/SPAM angekommen ist. Und meine Nachforschungen haben ergeben, dass diese Firma, die das anbietet auch wirklich (digital) existiert. Nach Rücksprache mit einem Anwalt veröffentliche ich hier das, unaufgefordert zugesandte, „Angebot“. Alle Rechtschreibfehler im Original.

 

 

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Kaum steht fest, dass die Löhne in der Ukraine (IWF sei Dank) „eingefroren“ werden, kommen auch schon die Sklavenhändler Angebote.

 

Mir kommen da zwei ganz aktuelle „Geschichten aus dem Leben“ in den Sinn. Erst vor kurzem haben Leiharbeiter aus Rumänien in Deutschland (vor der Baustelle) demonstriert. Denn der Subunternehmer, über den diese Menschen „beschäftigt“ wurden und bis zu 14Std am Stück Frohn leisten mussten, haben überhaupt keinen Lohn gesehen. Der DGB unterstützte diese Menschen, es kam ins Fernsehen. Das deutsche Bauunternehmen hat dann die Löhne übernommen. Mhm, warum dann nicht gleich….. Wie oft passiert das ohne, dass die Medien darüber berichten?

 

Und das Zweite habe ich ja schon in die reißerische Überschrift gepackt. Jeden Tag das gleiche Geseier deren, die bei Bertelsmann oder Springer denken lassen, „die Ausländer“ nehmen uns die Arbeitsplätze weg. Wie lange wird es wohl dauern, bis diese Denkschiene auch bei den ITK-Angestellten ankommt … ach so, die ist ja schon lange da …

 

Tja, Ethik ist kein Pflichtfach im BWL-Studium !!! – Was wir aber brauchen sind Unternehmer, mit so etwas wie sozialer Verantwortung. #entrepreneurwithattitude

 

Nein, nicht per Gesetz und/oder noch mehr „starken Staat“. Sondern in der Schul-Aus-Bildung. als gesellschaftliches Fundament.

„Sicher(er) mit FLOSS“ – Impulsreferat am Fellowmeeting Abend.

(10.04.2014 Michael „majestyx“ Kappes | eLOK Berlin)

Nicht erst seit #Snowdengate wird in der ITK Branche heftig darüber diskutiert, ob das Open Source Model sicherer ist als Closed Source. Auch bei uns war es mal wieder an der Zeit, dieses Feld zu beackern. Ich habe mir erlaubt das Thema einmal unter anderen, als den herkömmlichen, Aspekten und Buzzwords vorzustellen.

Es gibt in unserer hiesigen Gesellschaft sogenannte Leitmedien. Diese prägen Begriffe.,wie im Falle des Synonymes: „Hacker“ geschehen, wird aus einer positiven eine negative Beschreibung gemacht. Wenn wir also miteinander diskutieren wollen, müssen wir zuerst einmal wieder die Begrifflichkeiten neu ordnen. Das ist mühsam, aber notwendig. Mehr dazu bei Neusprech.org. (0) Deswegen wollte ich auch zu Beginn des Impulsreferates erst einmal den Begriff Sicherheit definieren.

“If you think technology can solve your problems you don’t understand technology and you don’t understand your problems.” Bruce Schneier

Sicherheit ist also etwas, was man nicht ausschließlich nur mit technischen Lösungen erarbeiten kann. Da irrt auch der Herr de Maizière, wenn er nach dem ltz. #emailpwasswortgate „Mehr Technik und sicherere Technik“ fordert. In einer Sache „sicher“ zu sein bedeutet doch, sich beispielsweise im Umgang mit einem Geräte sicher zu sein. Menschen fühlen sich sicher, wenn Sie einen Überblick haben. Deswegen haben unsere Vorfahren gerne Burgen auf Hügeln gebaut. Rundumblick verschafft Sicherheit. Wenn ein Mensch die Situation oder den Ort den Er oder Sie nicht überschauen kann, fühlt man sich leicht verunsichert.

Um einen wirklichen technischen Rundumblick zu bekommen, benötigt es zuerst einmal Open Hardware. Analogie: die Baupläne für die berühmte Angel* liegen für jeden einsehbar offen“. Ich könnte mir also selber eine „WLAN-Karte“ basteln, basteln lassen oder demnächst auch im 3D Drucker einfach ausdrucken. Damit ich verstehen kann wie dann meine WLAN Karte und das WLAN funktionieren, benötigt es Freie (Quelloffene) Software, mit dem expliziten Recht, diese zu studieren. Mit der kann ich spielen (Wissenschaftler nennen das experimentieren) und (dabei) lernen wie es funktioniert. Habe ich Rückfragen? Auch hier muss das Wissen um, und die Bildung für ITK offen sein für alle. Und offen bedeutet ohne jegliche, auch explizit finanzielle Hürden. Genau das soll die Folie2 ausdrücken.

(*Man sollte der Bevölkerung Afrikas nicht nur die Fische geben, die sie braucht um zu überleben, sondern auch die Angel, um die Fische in Zukunft selber zu angeln. )

Und ein im Sinne von maximaler Offenheit freies Internet kann es meines Erachtens nur geben, wenn wir der „ahumanright“ (1) Projekt Vision folgen. Kurz gesagt: Satelliten in Bürger/Menschheits- Hand. Relaisstationen und Verteiler über „Non Goverment Organisations“ NGO’s wie die Kirchen, FSF, FSFE Freifunk.net oder IN-Berlin (2), der so etwas wie ein „Provider-Verein“ ist. Hierin sehe ich persönlich das größte Potenzial – Stichwort Knowledge-Base. Aber auch die größte (Einstiegs) Hürde für den Wandel vom Verbraucher wieder hin zum Benutzer. User war auch mal solch ein positiver Begriff, der eine sehr üble Abwertung erfahren hat.

Es folgte eine kurze Gegenüberstellung der beiden Entwicklungsmodelle Open vs. Closed Source. Auf Folie3. Dem Idealtypus folgend setzt ein FLOSS Entwickler seine Idee „1:1“ in Software um, ohne sich Gedanken machen zu müssen. Sein ethisches Rüstzeug hat er ja von Asimov, Weizenbaum u.a. sowie der Hacker-Ethik des CCC mit bekommen. Der Closed Source Entwickler hat am besten einen Juristen für Patent und Urheber Recht neben sich sitzen. Ach ja, liebe Kleinweich Juristen: Es ist kein offener Standard wenn ich, als Entwickler diesen Standard einsetzen möchte, mich durch 6.000!!! Seiten „Dokumentation“ quälen muss. Schon mal was von RFC gehört?! ;)

In der FLOSS kann immer und jederzeit ein sogenannter Code Review stattfinden. Auch durch „unparteiische“ oder unabhängige Gutachter. Demgegenüber steht bei der Closed Source die „interne Qualitätskontrolle“ und die Profitrate des Unternehmens. OK, wir waren uns einig, dass auch Closed Source Unternehmen nicht „Nur Softwareschrott“ ausliefern. Schließlich haben die ja auch so etwas wie Reputation im Markt nötig. Aber gerade die beiden von mir hier angesprochenen Punkte haben schon öfter dazu geführt, dass als „Betasoftware“ verlachte Closed Source auf den Markt kommt und die Pflaster (Patches) mit den sogenannten Service Packs (wenigstens kosten neutral) nachgeliefert werden.

Während man in der Open Source mit den Software Fehlern, Bug’s genannt sehr offen umgeht, Full Disclosure sozusagen, wissen wir ja alle, dass es keine Bugs in Closed Source gibt. Nur die schönen teuren „0day exploit“ (3) An dieser Stelle sei nochmals darauf hingewiesen, dass mein Referat eine Anregung zur Diskussion sein sollte. Meines Erachtens nach, und das Ende der Veranstaltung um 00:30h sprechen genau dafür, dass mir das auch gelungen ist. ;)

Es folgte ein kz Vergleich der beiden Support Modelle und dann stiegen wir auch schon ein, in die Details des Alltags. Auf der Folie4 beginnt es mit der Distribution des Vertrauens oder des vertrauten Umgangs. Die diversen Desktops in FLOSS erleichtern hier dem Umsteigewilligen die Entscheidung. Warum sollte ein Umsteiger jetzt ein hippes „Debian Unstable/RedHat-Fedora/OpenSuSE“ nutzen. Ein Klavierschüler muss auch nicht mit Mozarts Partituren beginnen. Kbuntu oder Xubuntu machen den Weg zur Freiheit da doch wesentlich leichter. Genauso wie die Nutzung freier App’s auf Closed Source. Denn dann benutzt der Um/Einsteiger schon mal die richtigen Datei Formate für den Ernstfall.

Es ist immer wieder ein schönes Aha-Erlebnis für Umsteiger den Firefox & Windows zu löschen, aber dann unter Firefox & Linux wieder seinen alten Browser vor zu finden. Wenn also Distributionen genutzt werden sind sichere Sachen wie MD5 SSH und SSL schon mal mit im Umsteiger-Boot. In vielen Distributionen lässt sich ganz leicht bei der Installation die Festplatte verschlüsseln, TrueCrypt installieren und GnuPG einrichten. Man kann unterschiedlichste Browser installieren und mit allen diesen Browsern auf die gleichen Bookmarks (KDE) zugreifen. Adblocker und Cookie Verwaltung sind nicht nur schnell eingerichtet, sondern auch gut dokumentiert!. Hinweise dann „Sicher im Intermet“ zu surfen gibt es ja zu hauf.(3)

Wenn der Umsteiger seine Lieblings-Distro installiert hat, kann er oder sie leicht wieder die Urgewalten des Netzwerkes wie den IRC oder die (leider kaum noch gepflegten) Newsgroups nutzen. XMPP und XML bieten jedem Anwender eine Menge Freiheiten.

Um dann ein Teil des großen Ganzen zu werden, braucht es nicht unbedingt ein Informatik Studium. Wer einen Webserver administrieren kann, oder es lernen will, der kann ja Diaspora oder Identi.ca „Pods“ (Knotenpunkte) einrichten und betreiben. Oder mit Schreibtalent Gesegnete beteiligen sich am Dokumentationsprojekt. Zwangsläufig beim schaffen von (neuem) Wissen kommen auch neue Fragen auf. Hier gibt es dann für Interessierte auch ganz analoge Anlaufstellen wie LinuxUserGroups oder andere zahlreiche Open Source Events. (4)

Auf der Folie5 ist das Ganze nochmal zum berüchtigten „Elevator Pitch“ verdichtet. Was kann Mensch dem User an Argumenten „Quick&Dirty“ entgegen werfen. Dann auf Folie6 meine Gesprächseröffnung und damit das Ende des Referats. Ich war sehr erstaunt, dass während des Vortrages der Einwurf eines FSFE Fellows kam, der steif und fest behauptete „Irgendwer“ behauptet: FLOSS ist sicher oder hat keine Fehler. Leider konnte er mir keinen Namen nennen. Ich kenne keinen „seriösen“ FLOSS ITK’ ler der so etwas je behauptet hat. Bis dato war mir dieser verbale Angriff nur aus der MS Marketing Ecke bekannt. Die unterstellen nämlich genau das, dass „wir“ das behaupten. Und genau diese Diskussion würde ich gerne weiterführen. Wie schon auf der ersten Folie erwähnt, ist Sicherheit kein Begriff ist der hier passt. Und ich befinde mich da in guter Gesellschaft, wenn ich mir die Vorträge von Bruce Schneier, Eben Moglen oder Richard Stallmann anhöre. Die meisten davon kann man übrigens auch auf Google/Youtube nach schauen.

„Das gute am Internet ist: das man es vor-und zurück spulen kann“ Fefe

Links:
(0) http://neusprech.org/
(1) http://ahumanright.org/
(2) https://en.wikipedia.org/wiki/Zero-day_attack
(3) http://theydontwantyou.to/
(4) http://grical.org

Vortragsfolien als PDF

Quellen Analoge Bücher:
Die Macht der Computer und die Ohnmacht der Vernunft Joseph Weizenbaum

Das Schicksal der bürgerlichen Demokratie, Nachgelassene Schriften Band 1 Herbert Marcuse

The book “Towards a New Socialism” (TNS) is copyright (c) 1993 W. Paul Cockshott and Allin Cottrell. (http://ricardo.ecn.wfu.edu/~cottrell/socialism_book/)

Silent Control Thore D. Hansen

Bewusstsein 2.0: Wie die modernen Medien unser Denken manipulieren Sabrina Wallner

Mt. GOX – Die Bitcoin “Börse” macht dicht!

"a Bitcoin"

 

 

Bei den verschiedensten Online Medien kann man seit gestern Abend und heute morgen nachlesen das die 1. Bitcoin Börse zu gemacht hat. Das war ja zu erwarten.

 

Wegen Unregelmäßigkeiten im System. Wie unter anderem auch GIZMODO und FUZO schreibt (0) (1)

 

„Fiat Money“

Geld (es an die Bevölkerung aus zu geben, Emittieren) ist ein Macht Faktor. Und in einer Markt und Finanztechnisch Totalitären Welt (Anschauung) geht das ja mal überhaupt nicht. Das „Hinz und Kunz“ Geld „machen“ können. ;)

 

Also, das „Digitale zeug“ muss weg. Und wenn das nicht funktioniert dann kann man immer noch das Vertrauen in die Währung zerstören. Das wäre ja nicht das erste mal das so etwas passiert.?! (2)

 

Und ganz persönlich finde ich das (auch) der Bitcoin nicht das gesellschaftliche Ruder herum reißen wird. Wir leben in einer „Gesellschaft“ in der man Organe, Frauen – ja Menschen im Allgemeinen für eine Hand voll Dollar (oder auch Euro) kaufen kann. Was macht die Lohnsklaverei besser wenn Sie in Bitcoins bezahlt wird?

 

Just my 5cent ….

 

(0) http://gizmodo.com/the-bitcoin-exchange-mt-gox-has-disappeared-1530395202

(1) http://futurezone.at/digital-life/bitcoin-handelsplattform-mtgox-offline/53.079.373

(2) http://www.zdf.de/ZDFmediathek/beitrag/video/2087472/F-wie-Faelschung—Bluetentraeume?bc=saz;saz6;kua330

 

 

Countdown -14 – Save the Internet

savetheinternet_logo

Wie Netzpolitik.org schreibt ist Gestern die Anhörung des Industrieausschusses im EU-Parlament über die Connected Continent-Verordnung vertagt worden. Weil nicht alle Papiere in genügender Übersetzung vorhanden waren.

 

Worum geht’s, in Kürze. Dein ISP wird zum Wegelagerer verdonnert. Jedes mal wenn du VoIPen willst musst du erst mal das Produkt vom Blauen NSA Handlanger installieren. Konkurrenz? Ha, der Witz ist gut. Das war mal….

 

Extra Zahlen für Video & Co. Mehr Informationen und den „richtigen“ Ansprechpartner um in den nächsten 14 tagen noch ordentlich öffentlichen Druck zu erzeugen gibt es unter www.savetheinternet.eu/de/ (0)

 

Als ich das erste mal Connected Continent las musste ich sofort an Neusprech denken. Das MaHa diese Steilvorlage noch nicht aufgenommen hat.?! ;)

 

(0) http://www.savetheinternet.eu/de/